Ein schöner Tag als Gast bei Blau-Weiss
Seit ich sie vor zwei Jahren kennengelernt habe, begleite ich das Dreamteam der Herren 40 II meines angestammten Tennisvereins VfR bei jeder Veranstaltung. Egal, ob Training oder Medenspiele, ich habe mir meinen Titel als "Platzwanze" redlich, mit Begeisterung und nahezu konkurrenzlos erworben. Aus welchem Grund auch immer, sind die Zuschauer meistens äußerst rar und das finde ich sehr schade. Ich möchte diese Atmosphäre nicht missen, in der so viel Engagement und Herzblut jedes Einzelnen einer Mannschaft steckt, der auf dem Platz um jeden Punkt kämpft. Wie wenige nur mit ihnen hoffen und bangen, sich freuen und die Spieler anfeuern, Reserven herauslocken, Sternstunden erleben, Niederlagen mit erleiden und verzweifeln, trösten, wo es sein muß....
Ebenso ist es aus Zuschauerperspektive ernüchternd, wenn man mehr oder weniger alleine auf einer Bank sitzt und sich so ein bischen verloren in der Welt vorkommt. Wohin mit sich und den erlebten Eindrücken?
Um so mehr hat mich am vergangenen Sonntag der Saisonauftakt auf der schönen Anlage von Blau-Weiss überrascht und gefreut.
Bereits morgens erlebte ich schon ein munteres Treiben im Park. Zum einen herrschten Punkt und Spiel auf allen Plätzen, so dass es ein sehr abwechslungsreiches Programm zu sehen gab und vielleicht nicht nur dadurch, sondern auch vom strahlenden Sonnenschein angelockt, entwickelte sich der Tag zu einer gut besuchten, familiär anheimelnden Veranstaltung.
Ich hatte jedenfalls reichlich Unterhaltung durch spannende und dramatische Matches der parallel spielenden Mannschaften, in denen teilweise große Emotionen hochkochten, angeregte Gespräche mit Zaungästen, Vereinsprominenz (wie ich vermute) und unterschiedlichsten Vereins- und Familienmitgliedern, Gentlemen, die sich um Sitzgelegenheiten für mich bemühten und mich freundlich mit Vereinsinformationen und Neuigkeiten bedachten. Dank diverser fotophiler und -gener Dramaturgen ist mein Bilderarchiv jetzt um einige sehr nette Erinnerungsschnappschüsse bereichert und ich bin - von der Sonne verwöhnt - stolzer Träger von mindestens fünf neuen Sommersprossen auf meiner Nase, was ich auch ganz toll finde.
Mein Dreamteam hat zwar schaurig verloren, aber der Gegner hatte halt ein besonders hohes Niveau. Wozu also klagen?
Die Verpflegung aus der italienischen Küche, für die ich besonders empfänglich bin, war jedenfalls hervorragend.
Einzig der Whiskey zum guten Abschluß - eine Katastrophe - er wurde auf Eis serviert!
- Blog von Martina Moll
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Tja, die kleinen Italiener.
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